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Der Heiler

Wenn Janos seine Hände zu den Suchenden hin ausbreitet, dann versammeln sich tausende Leute. Egal wo er auftritt. Seit einem Jahr zieht er sein Publikum in Deutschland, Österreich und der Schweiz in seinen Bann. In Bosnien, wo er eigentlich her kommt, sei es ähnlich gewesen, hat man der Journalistin Alex mitgeteilt. Diese durchforstet das Internet, holt persönliche Informationen ein und glaubt dadurch der Realität näher zu kommen. Sie hofft, ihren Lesern erklären zu können, was das Besondere an Janos darstellt. In Wahrheit muss sie erkennen, dass dieser von einem Geheimnis umgeben ist. Was ist aus jenem Prophet geworden, der angeblich Janos seine Kraft zum Heilen übergeben hat. Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien lässt möglicherweise manche Geschehnisse im Nachhinein etwas anders aussehen, als sie sich in der Realität abgespielt haben.
In ihren Recherchen stößt Alex auf Heiler und Ärzte die neue Methoden der Gesundung anbieten. Sie stößt auf offensichtliche Könner, auf Dilettanten, auf Wissende und solche die glauben das Licht zu vermitteln. Jeder hat seine Anhänger und nicht selten stolpert sie über die Intoleranz Andersgläubiger. Letztendlich muss sie erkennen, dass wir in einer Gesellschaft der Suchenden leben. Ähnlich wie damals, in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Wo Leute um das blanke Überleben kämpften und froh waren, dass endlich jemand das Zepter in die Hand nahm. Doch heute sind es nicht die materiellen Dinge, die verschafft man sich sowieso irgendwie. Heute fragen sich die Suchenden nach der Sinnhaftigkeit des Lebens. Doch der Irrgarten der Erlösung ist groß und mancher Ausgang mit geldsüchtigen Magiern belegt die ihre Suchenden genauso um sich gescharrt haben wie die anderen. In einem derartigen Umfeld riskiert sie als Andersdenkende belächelt zu werden. Offen sein für all die Dinge, die einem in Gegenwart eines Heilers zufließen. Das wird so gut wie immer gefordert. Doch wenn das nicht der Fall ist, dann werden die Hilfesuchenden als ungläubig hingestellt, als solche, die den Weg noch nicht gefunden haben. Die sich erst öffnen müssen. Sie werden abgestempelt als materielle Wesen, die die Feinfühligkeit noch nicht erkennen dürfen. Fast als Menschen zweiter Klasse.
Auch bei Janos war nichts geflossen. Nicht zu ihr - auch zu vielen anderen nicht. Sie will jedoch nicht glauben, dass es ihr an Feinfühligkeit mangelt. So setzt sie ihre Suche fort und stößt so auf das Geheimnis des Heilers Janos.

Sie können Ihr Interesse am Buch bereits per Email deponieren.
Es erscheint im Taschenbuchformat, ca. 170 Seiten, ca. 12 Euro.
Sie werden dann sofort bei Erscheinen des Buches informiert und nach Überweisung des Betrages wird es Ihnen umgehend zugesandt, bzw. können Sie es sich sofort in einer Buchhandlung besorgen.