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Der Schulschluss naht

Förderungen beleben die Wirtschaft

Förderungen beleben die Wirtschaft

Momentan bin ich grad in Hochstimmung, weil ich heute eine Sache positiv erledigen konnte und ich auch noch eine erfreuliche Nachricht bekommen habe. Das ist nicht immer so. Ganz im Gegenteil – manchmal habe ich das Gefühl, als wäre ich der Sündenbock der ganzen Welt. Aber was erzähle ich Ihnen da? Sie kennen das sicher selber auch. Diese Wellentäler, in denen man sich Zeit seines Lebens bewegt, sind durchaus nicht immer angenehm. Ich kann mir vorstellen, dass manche Leute in der Tourismusbranche heuer keinen leichten Winter gehabt haben und sich nun, finanziell gesehen, mit Ach und Weh weiter schleppen. Da mag es ja ganz gut sein, dass seitens des Landes und der Wirtschaftskammern diverse Förderungen angeboten werden. Aber meistens kann man damit Altlasten auch nicht loswerden. Zu denken gibt mir allerdings schon, dass heute so vieles auf Förderungen aufgebaut ist. Und wenn ich dann sehe, wie viele Leute zur Veranstaltung nach Hopfgarten kamen um sich über die neuen Fördermöglichkeiten zu informieren, dann stellt sich mir schon die Frage, ob die Wirtschaft wirklich so gut da steht, wie sie immer wieder vorgibt. Früher – ja, ich weiß, das ist schon lange her und alten Zeiten soll man nicht nachhängen – aber ich erlaub es mir trotzdem zu sagen, weil Kammerobmann Anton Rieder dies selbst erwähnt hat, dass früher sich jeder scheute um eine Förderung anzusuchen. Heute haben weder Private noch Wirtschaftstreibende kaum eine Scheu davor um öffentliche Gelder anzusuchen. So soll es auch sein. Schließlich sind die Fördertöpfe bestens gefüllt, wie LR Hannes Bodner betonte. Für mich stellt sich jedoch die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, da und dort ein wenig weniger an Steuern und Abgaben einzuheben, dann hätten nämlich alle was davon. Es bräuchte dann keine gut gefüllten Fördertöpfe, die ja letztendlich wieder mit dem Geld gefüllt wurden, dass wir alle bezahlt haben, geben. So holen sich halt oftmals die großen Unternehmen die Förderungen. Ganz krass ausgedrückt könnte man auch sagen, dass sie sich am Erwirtschafteten der kleinen Betriebe und Einzelunternehmer laben. Denn die haben ja meist keine Möglichkeit sich den vorgeschriebenen Steuern und Abgaben zu entziehen.
Manchmal erscheint mir die Bürokratie als eine Art Staat im Staat. Neue Abgaben werden geschaffen, dazu braucht es natürlich Beamte, die diese verwalten und weil man dann draufkommt, dass man den Leute vielleicht doch ein bisschen zu viel weggenommen hat, schafft man wieder ein paar Möglichkeiten sich dieses Geld retour zu holen. Dazu braucht es natürlich auch Beschäftigte, die kontrollieren ob das alles rechtens abläuft. Und so bleibt das Rad der Wirtschaft und des Lebens in Schwung. Nur die Zeit geht dabei verloren. Regeneration und Erholung muss im Eiltempo geschehen, oftmals mit Unterstützung von Fachleuten. Aber so floriert die Wirtschaft wieder. Und das ist doch das Ziel - oder?