Harald Kunstovny
Kraft aus der Natur schöpfen
Das Gute, das Heilende liegt oft direkt vor der Tür. Sogenannte „Kraftorte“ gibt es mehrere in Tirol. Doch selten strahlt einer solch eine Energie aus wie der Kloibenstein bei Kössen.
Harald Kunstowny ist Tischlermeister in Kitzbühel, befasst sich seit Jahrzehnten mit der Geomantie, also mit den Energieströmen der Erde. Für ihn ist der Kloibenstein ein ganz besonderer Platz. Es ist kein Zufall, dass dort eine Wallfahrtskirche errichtet wurde. Denn schon die Kirchenerbauer der früheren Jahre hatten das Wissen um derartige Vorgänge und setzten dies entsprechend ein. Doch sich rasch eine Stunde Zeit nehmen, mit dem Auto dort hinfahren und auf Erlösung zu hoffen, das wäre nicht das, worauf es ankommt. Um die Energie auf sich wirken zu lassen, um Positives für sein Leben dabei zu finden, braucht es die innere Öffnung. Die Bereitschaft, dem Herzen das Denken zu überlassen.
Über den Schmugglerweg von Kössen aus nähern wir uns dem Kloibenstein. „Das Gehen, das Er-gehen der Umgebung ist ganz wichtig“, erklärt Harald. Auffällig sind die vielen Gesteinsschichtungen in diesem Gebiet. Schroff fallen die Felsen zur Ache hinunter ab. Dort, am Ufer unterhalb der Wallfahrtskirche lichten sich die Felsen und eine Schotterbank bringt die schönsten Steine zutage. Zum Teil fein geschliffen, den sie wurden schon kilometerweit angeschwemmt. „Vom Jochberg über Kitzbühel und St. Johann werden die Steine herangetragen. Das lässt sich aufgrund ihrer Beschaffenheit oft sehr genau sagen, aus welchem Gebiet sie kommen“, erklärte Harald.
Über eine Hängebrücke überquert man die Ache und kurz danach ist sozusagen der eigentliche Eintritt, der Übergang ins positive Energiefeld. Sehr oft erreicht man Wallfahrtsorte auf linksdrehenden Wegen. „Um abzuladen, um loszulassen“, erklärt Harald. Meist geht es auch steil hinauf, so wie beim Kloibenstein, damit man ausgepowert und somit auch eher mit Ehrfurcht dem Ort begegnet.
Als erstes passiert man die Lourdes-Kapelle. Kloibenstein ist ein Marien-Wallfahrtsort. Direkt in der Kapelle fließt Wasser aus einer Quelle und es empfiehlt sich, davon zu trinken. Denn Wasser reinigt, nicht nur außen, es bringt auch Energien im Körper zum Fließen. Und die Qualität dieses Wasser ist so hoch, es trägt soviel Energie in sich, dass es auch möglich ist, mit einigen Tropfen davon, normales Wasser wieder zu beleben. „Hier ist der Ort, an dem du darum bitten solltest dein Herz zu öffnen und Liebe und Licht zu empfangen“, erklärt der Energetiker. Das Ritual dazu ist jedem selbst überlassen. Der eine hält sich an die christlichen Lehren und betet den Rosenkranz. Andere wiederum haben ihre eigenen Glaubensanschauungen und wenden diese an.
Von dieser Kapelle aus sind es nur mehr wenige Schritte bis zur Kirche. Doch diese sind der eigentliche Kraftort, denn erstaunlicherweise ist es nicht die Kirche selbst. Es ist der Kloibenstein. Ein riesiger Fels der entzwei geteilt ist und den man durchschreiten muss. Dieser Stein ist dermaßen mit positiver Energie geladen, dass empfindsame Menschen dies tatsächlich spüren können. Langsamen Schrittes, andachtsvoll, rät es sich diese enge Stelle zu durchschreiten, dabei sein Herz zu öffnen und alle negativen Gedanken hinter sich zu lassen. Das ist ja der eigentliche Zweck eines Wallfahrtsortes. Denn manche Menschen sind sosehr in ihre Probleme verstrickt, dass sie das Licht des Lebens nicht mehr erkennen können. Durch das bewusste „sich öffnen und loslassen“ kehrt wieder Ruhe und Kraft ein. Es empfiehlt sich auch, diesen Stein des Öfteren zu durchqueren, dabei beten, in sich gehen und nicht tratschend und lärmend. „Es ist eine komplette Aura-Reinigung. Alles was dir anhaftet löst sich“, erklärt Harald. Es ist ein geistiger Prozess, der sich dort abspielt. Der rechte Stein gibt die Energie ab an den linken. Dazwischen baut sich ein Energiefeld auf, das man durchschreitet. Messbar ist dies auf diverse Arten, unter anderem mit dem Pendel.
Weitere Informationen zum Kloibenstein und allgemeiner Art erteilt Harald Kunstowny, Tel.: 05356/66888
