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Blumenmarkt in San Remo

Gebündelt werden die Rosen maschinell

Europas größter Blumenmarkt in San Remo/Italien:
Früher reichten die Blumenfelder bis ans Meer hinunter

Wien und San Remo an der ligurischen Küste haben eine ganz besondere Verbindung – nämlich den Opernball. In Wien findet dieser statt, doch die Blumen dazu werden seit vielen Jahren aus San Remo geliefert. Hunderte Glashäuser und das mediterrane Klima sichern die Blütenpracht für das rauschende Fest.

Seit über 100 Jahren gibt es die Blumenzucht in San Remo. Den Blumentransport per Flugzeug gibt es noch nicht so lange und bis zu dem Zeitpunkt galt die italienische Stadt als Zentrum der Blumenzüchter. Signore Aurelio Sparago arbeitet seit vielen Jahren im Blumenmarkt von San Remo. „Ich kann mich noch gut erinnern, als die Blumenfelder bis hinunter zum Meer reichten. Die Blumenkultur war vor 50 Jahren viel größer.“ Noch heute nennt sich San Remo die Stadt der Villen und Gärten. Von den 100 großen Gärten sind noch jene der Villa Ormond, der Villa Nobel (der Nobelpreisträger Alfred Nobel war dort ansässig), der Villa Ziro und der Palazzo Bellevue im Stadtzentrum zu erwähnen.
Der Tourismus an der ligurischen Küste hat den Blumenanbau eingeschränkt. Die Grundstücke wurden immer teurer, sodass ein Gärtner nach dem anderen die Grundstücke am Meer verkaufte und dafür mühsam den Hügeln entlang der Küste ein paar ebene Flächen abrang. Die Glas- und Folienhäuser prägen heute die Landschaft in der Umgebung des Fürstentums Monaco.
Die Blumengärtner sind in Genossenschaften organisiert. Über 2000 Mitglieder liefern frühmorgens ihre Ware zum Markt, der eine Gesamtfläche von 120.000 Quadratmeter hat. „Neue Blumensorten“, so behauptet Aurelio Sparago, „ werden in erster Linie hier bei uns gezüchtet.“ Seit mehreren Generationen schon arbeiten die Bauern mit den Blumen und haben dabei enorme Erfahrungen gesammelt. Der Italiener weiß auch von den drei großen Katastrophen, die Ligurien in den Jahren 1929, 1956 und 1985 heimgesucht haben. Im normalerweise gemäßigten Klima sind die Temperaturen auf unter minus sechs Grad Celsius gefallen und dabei sind 80 Prozent der Kulturen kaputt gegangen, sogar einige der großen alten Palmen.

Der prächtige Garten der Villa Nobel

Glashäuser

An der ligurischen Küste rund um San Remo sind überall die Glashäuser an die Hänge gebaut ......................................

Die Knallerei zu Silvester

Sarajewo bei Nacht mit dem Fußballstadtion links hinten

Im Jahr 2005 verbrachte ich den Silvesterabend erstmals in Sarajewo, der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina. Zehn Jahre nach dem Krieg, so dachte ich mir, wird es dort sicherlich ruhig zugehen. Aber dem war absolut nicht so. Ganz im Gegenteil, es krachte mehr und lauter, als ich es von daheim zu Silvester gewohnt war. Wir kamen zur Überzeugung, dass dabei noch etliches an unverbrauchter Munition der Kriegsjahre verschossen wurde, denn anders wie daheim, wo jeder Kracher auch eine optische Überraschung bietet, gab es dort fast nichts zu sehen. Viel hat sich seither nicht geändert an den Silvestergewohnheiten in Bosnien.