Geld und Vertrauen

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Jeder erntet das, was er sät! Wer ein Weizenkorn in die Erde legt, wird Weizen ernten und nicht Mais. Liebe ist die Ernte von Liebe und Erfolg der von Know how, Zuversicht und Vertrauen. Jeder kann die goldenen Ähren ernten, denn das Samenkorn dazu trägt jeder in sich.

Gespräch mit Gott – 1

 

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Geld und Vertrauen

Es gab Zeiten, da hatte ich wirklich nichts als Schulden. Ich war aber auch nicht bereit Hilfe anzunehmen, ich meinte, alles selbst irgendwie bewältigen zu müssen. Ja, es gab Zeiten, da hätte ich Menschen in der Luft zerreißen können, die mir mit einem Lächeln erklärten, dass Geld nicht alles sei auf der Welt.

Dann allerdings kam der sehnliche Wunsch die Dinge zu ändern. Ich hatte einen Menschen kennengelernt, vor dem ich mich schämte, so dahingelebt zu haben. Ich vertraute mich ihm an, nicht vollkommen, aber immerhin so weit, dass er mit mir einen entscheidenden Schritt ging. Kurze Zeit später ergab es sich, dass ich mit zwei Personen beisammen saß, mit denen ich beruflich schon viel zu tun hatte. Jeder erzählte von sich und dann war ich an der Reihe. Was sollte ich sagen? Schließlich rückte ich mit der Wahrheit heraus und ich wurde nicht etwa belächelt. Nein! Die Beiden wollten mir helfen, aus diesem Hamsterrad der Schulden heraus zu kommen. Nicht dass sie mir Geld gegeben hätten, sie schenkten mir viel mehr, nämlich ihr Vertrauen, dass ich es schaffen werde. Allein zu wissen, dass da jemand ist, der an mich glaubt, brachte das Feuer in mir zum Entfachen. Ich redete mit Behörden, mit Gläubigern und nach und nach konnte ich die Schulden abbauen.

Ich war nicht verschwenderisch gewesen, ganz und gar nicht. Im Gegenteil, ich konnte mir eigentlich gar nichts mehr leisten. Aber ich habe mich eingekapselt und hatte Angst davor mit jemandem darüber zu reden.

Bis ich jemandem mein Vertrauen schenken durfte. Die Gewissheit: es ist jemand da, wenn ich nicht mehr weiter weiß!

Wenn ich mir unsere Bauern ansehe, dann habe ich das Gefühl, dass sie sich in einem ähnlichen Schuldenrad befinden, wie ich es damals war. Es ist niemand mehr da, auf den sie vertrauen können, weder die Politik noch die Konsumenten. Die Förderungen sind das einzige, was ihnen hilft finanziell zu überleben.

Doch: Jeder von uns hat die Möglichkeit goldene Ähren zu ernten. Kindliche Gebete beginnen mit „Lieber Gott!“, darum:

„Lieber Gott, ich bitte dich, schau dich einmal um hier auf der Welt und schenke den Menschen wieder Vertrauen. Du weißt ja, wie es mir ergangen ist. Vertrauen ist alles! Wer kein Vertrauen mehr zu sich selbst hat, der irrt herum und weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Er läuft dem Mammon hinterher! Herrgott! Gewöhne dir doch ein anderes Vokabular an. Das ist ja so altmodisch, das verstehen die Jungen gar nicht mehr. Du könntest einmal ein Kommunikationstraining besuchen, aber ich muss dir gestehen, dass mein Vertrauen nicht ganz reicht um zu glauben, dass du dich in deinem Alter noch umstellst. Deshalb mach ich dir einen Vorschlag. Wir zwei bleiben in Kommunikation und ich teile unsere Gespräche mit, damit es auch die Jungen und deren Eltern und Großeltern verstehen und von dir profitieren. Du nickst? Einverstanden! Hab Vertrauen in mich lieber Gott, du wirst sehen, wir sind ein hervorragendes Gespann. Ich danke dir ganz herzlich, dass du mich zu deiner Übersetzerin auserkoren hast. Als erstes solltest du dafür sorgen, dass du einen guten WLAN-Empfang hast, denn ich bin mir sicher, dass immer mehr mit dir reden wollen, wenn sie erst einmal ein wenig hier gelesen und den direkten Draht zu dir gefunden haben. Bis demnächst also lieber Gott und grüß mir all die anderen in deinem Kreis.“

Copyright: Brigitte Eberharter

Bild: Maria Echelle Leiter – hellsichtig und weltoffen – weitere Bilder von ihr auf Facebook