Easy Monday statt Blauer Montag


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Gerade habe ich aus dem Radio erfahren, dass morgen der „Easy Monday“ ansteht. Der hat nichts zu tun mit dem „Blauen Montag“, den die Weinwirtschaft nun anstrebt. Übrigens ein absoluter Humbug, wenn man mich fragen würde. Aber das tut ja keiner. In den 1950er Jahren hat man schon einmal den Versuch unternommen, den Zweigelt in „Rotburger“ umzubenennen, weil man von der Vergangenheit des Züchters wusste. Jahrzehnte später will man nun einen zweiten Versuch starten. Wenn interessiert das den heute noch? Es reicht, dass man es weiß, aber deshalb müssen doch Namen nicht in der Versenkung verschwinden. Blauer Montag – eine richtige Schnapsidee.

Aber zurück zum „Easy Monday“. Damit hat die amerikanische Fastfoodkette wieder einmal die Nase vorn. Während anderswo der Montag als der Beginn des Wochenmartyriums hinausposaunt wird, kann man sich dort auf den „Easy Monday“ freuen. Würde ich Mitarbeiter haben, dann wäre das für mich Anlass, diese an diesem besonderen Montagmorgen – nach langer Weihnachtspause – zu einem gemeinsamen Frühstück einzuladen. Nein, nicht bei den Amerikanern, sondern ganz einfach im Büro. Oder aber irgendwas anderes, damit es ein „Easy Monday“ wird.

Als Einzelunternehmerin ist es nicht so einfach, für sich selbst eine „Überraschung“ zu kreieren. Eins ist jedenfalls sicher: Lieber würde ich einen „Easy Monday“ mit einem Glas Rotburger beschließen als sagen zu müssen, dass ich einen „Blauen Montag“ hatte.

Lieber Rotburger als „Blauer Montag“