Lachen eliminiert die Angst


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Wann immer ich die Zeitung aufschlage, das Radio einschalte oder mit Menschen rede – das Thema ist die Angst. Brüssel ist lahmgelegt – aus Angst, dass wieder ein Anschlag passieren könnte.

Kürzlich habe ich eine Geschichte darüber gelesen, wie man in Indien Elefanten anhängt, sodass sie nicht weglaufen können. Schon als kleine Elefanten bekommen die Tiere einen Ring um einen Fuß, der an einer schweren Kette hängt, welche befestigt ist. Der Babyelefant lernt also bereits, dass er sich nur so weit bewegen kann, wie die Kette reicht. Ist der Elefant groß und ausgewachsen, dann ist es nicht die Kette, die ihn zurückhält, sondern seine Erfahrung, die er als Babyelefant gemacht hat. Wenn er möchte, dann könnte er als erwachsener Elefant die Kette ohne weiteres zerreißen, aber er kommt gar nicht auf die Idee!

Ist es nicht bei uns Menschen ähnlich? Unseren Kindern trauen wir nur das zu, wovon wir selber überzeugt sind, dass es gelingt. „Das kannst du noch nicht! Dafür bist du noch zu klein!“ Ein Standardsatz, denn Eltern und Großeltern ständig von sich geben. Doch vielleicht würde der kleine Mensch die Dinge anders angehen, und weil er keine Angst davor hat, passiert ihm auch nichts.

Natürlich mache auch ich mir Gedanken darüber, was derzeit auf der Welt vorgeht und wo das hinführen soll. Aber: ich lasse keine Angst aufkommen!

Ich schwelge nicht in den Hiobsbotschaften und versuche auch im Bekanntenkreis über andere Dinge zu reden. Denn eins ist Tatsache: das, womit man sich intensiv beschäftigt, das wird man bekommen – ob Positives oder Negatives!

Beobachten Sie doch die Menschen um sich herum. Worüber reden sie? Die Kranken reden ständig von ihrer Krankheit! Die Arbeitslosen jammern den ganzen Tag über die schlechte Welt, die keine Jobs für sie hat und die Mittellosen kennen jeden Fördertopf und jeden Billigladen.

Sie alle beschäftigen sich mit den Dingen, die dazu führen, dass sie unten sind und wenn sie ihre Denkweise nicht ändern, dann werden sie auch immer unten bleiben.

Die bereits verstorbene Trainerin Vera F. Birkenbihl ist nicht die einzige, die ihren Klienten empfahl zu lachen. Zumindest zu lächeln, auch wenn einem gar nicht danach zu Mute ist.

Ihr Tipp lautet: „Wenn Sie in einer Verhandlung sind und diese läuft gar nicht nach ihren Vorstellungen, ja, sie sind nahe daran zu explodieren, dann entschuldigen Sie sich für ein paar Minuten, gehen Sie auf’s WC und lachen Sie! Anfangs ist es wohl mehr eine Grimasse, aber wenn sie zumindest lächeln, dann drücken die nach hinten gezogenen Mundwinkeln auf einen Nerv, der genau mit jenem Bereich im Gehirn verbunden ist, der die Glückshormone ausschüttet. Dadurch kann man wieder klar denken und einen Entschluss fassen!“

Das ist übrigens keine These, das ist wissenschaftlich bewiesen.

Wenn Sie also künftig Emotionen wie Wut, Zorn, Trauer, Enttäuschung, Eifersucht oder eben Angst überfallen, dann zwingen Sie sich zum Lachen.

Holen Sie notfalls ein Witzebuch aus dem Schrank, sehen Sie sich einen Film an, der nicht zum Denken sondern nur zum Lachen ist – oder machen Sie sonst irgendwas Lustiges.

Das Lachen eliminiert das negative Denken! Lachen führt zum Erfolg!