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Airpower 2011

Drei Tiroler saßen am Steuer

„Vor heimischem Publikum zu fliegen ist schon was ganz besonderes“, erklärte der gebürtige Wildschönauer Raimund Riedmann, der bei der Airpower im steirischen Zeltweg die „North american B 25“, einen Jagdbomber aus dem zweiten Weltkrieg steuerte.

Raimund Riedmann fliegt im Team der Flying Bulls, hat die Berechtigung alle Flieger mit einer einzigen Ausnahme zu fliegen und ist auch als Chief flight instructor dafür zuständig, andere Flying Bull Piloten auszubilden. Das Besondere bei der Airpower war, dass die Salzburger eine Flugshow mit all ihren Fluggeräten erarbeitet haben. Die Leistungen dieser Flieger sind völlig unterschiedlich, was bei anderen Teams nicht der Fall ist, denn diese haben bei einer Formation immer gleiche Flugzeugtypen. „Am Papier wird geplant, welcher Flieger an welcher Stelle am besten hinein passt. In scharfer Formation haben wir die Show dreimal durchgeflogen“, erklärt Raimund.

Mit im Team ist auch der Innsbrucker Daniel Angerer, dessen Vater Sigi Angerer überhaupt zu verdanken ist, dass es die Flying Bulls gibt. Er konnte Dietrich Mateschitz davon überzeugen, dass es Sinn macht, diese alten Fluggeräte in einem lebenden Museum zu erhalten. Seine private Sammlung legte den Grundstock und wurde vom Flughafen Innsbruck in den Hangar sieben nach Salzburg verlegt. Daniel steuert neben den Flugzeugen der Roten Bullen auch die Businessjets der Firma Swarovski.

Vizeleutnant Markus Fuetsch war der dritte Tiroler, der bei der Airpower im Einsatz stand. „Bei der Stellungskommission zum Grundwehrdienst stellte sich heraus, dass ich bei hervorragender Konstitution bin und sogar zum Fliegen geeignet wäre“, erzählt er. Diese Möglichkeit hat er natürlich gleich beim Schopf gepackt und so wurde er 1994 auf der Saab ausgebildet. Es folgte 1997 der Draken und jetzt fliegt der Tiroler den Eurofighter. Unter den Eurofighter – Piloten nimmt er eine absolute Sonderstellung ein, weil diese praktisch in ganz Europa von Offizieren gesteuert werden. Sein fachliches Können und seine Fitness, die unbedingt notwendig ist, um diesen Flugzeugtyp handhaben zu können, zählen aber Gott sei Dank mehr wie der militärische Rang. 9g, das ist eine Belastung, die beim Fliegen mit dem Eurofighter auf den Piloten einwirken kann, erträgt Markus Fuetsch ohne Probleme. Ein Untrainierter sackt bei 5-6g in die Bewusstlosigkeit. Mit spezieller Gymnastik und Training hält er sich einsatzbereit.

Knapp 300.000 Zuschauer haben am Wochenende die Airpower live gesehen. Die Tiroler Piloten sind sich einig: „Während der Show ist man vollkommen konzentriert und hat keine Zeit nach unten zu sehen. Aber wenn man nach der Landung mit Applaus empfangen wird, dann ist das schon ein tolles Gefühl.“

Abbildung: Die Corsair der Flying Bulls -

Abbildung: Der Teil der Flotte der Flying Bulls -

Abbildung: Nach der Landung - Zum platzsparenden Parken kann die Corsair die Ladeflächen einklappen

Abbildung: Raimund Riedmann und Reinhard Stocker -

Abbildung: Fallschirmspringer - Bei diesem Manöver passierte der verhängnisvolle Unfall zweier Bundesheersoldaten

Abbildung: Raimund, Sigi und Daniel Angerer -

Abbildung: Daniel Angerer in seinem Dienstfahrzeug -

Abbildung: Major Michael Bauer erklärte den Unfall -

Abbildung: Unsere Eurofighter -

Abbildung: Etwas behäbig aber doch wendig -

Abbildung: Der Störchejet -

Abbildung: Viele Leute aber keinesfalls beengt -

Abbildung: Generalleutnant Günther Höfler vom ÖBH -

Abbildung: Didi Mateschitz und Dr. Helmut Marko -

Abbildung: Markus Fuetsch vor "seinem" Eurofighter -

Abbildung: Angriff der Frecce Tricolori? -

Abbildung: Noch einmal die Italiener -

Abbildung: Draufgänger Hannes Arch -

Abbildung: North american - Raimund Riedmann im Cockpit der North american B 25 - ein ehemaliger Kampfbomber

Abbildung: Interview im Kampfbomber -

Abbildung: Turkish stars -

Abbildung: James Bond's kleinster Jet -

Abbildung: Red Bull Dose -

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